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Die Grafen von Wiltz

Die Wiltzer Herren und Grafen zählen zu den ältesten Familien des Landes. Ihre erste urkundliche Erwähnung finden wir im 12. Jahrhundert unter Walter I. und ihre Linie lässt sich bis ins 18. Jahrhundert bis zu Théodore François de Paule de Custine de Wiltz weiterverfolgen. 21 Generationen trennen Anfang und Ende dieser Herrschaft. Die Herren von Befort und Meysemburg gehören zu den Adelsgeschlechtern, die aus dem Hause Wiltz abstammenDie ersten Wiltzer werden nur als Burgvögte von Arlon betitelt, die Benennung nach Wiltz tritt später auf.

 

Das älteste erhaltene Siegel eines Wiltzer Herren stammt aus dem Jahr 1256 und ziert eine Urkunde, die unter Walter III. entstanden ist. 1240 erhielt Wiltz seinen ersten Freiheitsbrief, der 1437, am 22. Oktober durch Godart IV. erneuert wurde. Das Wiltzer Wappen trägt Gold und Rot.
Graf Johann VI. von Wiltz oder "Grof Jahn" (reg. 1607-1648) ist wohl der beliebteste aller Herren von Wiltz. Am 31. Mai 1629 erhielt er vom König von Spanien den Grafentitel. Heute kann man das Angesicht des Grafen als Wetterfahne auf dem Hexenturm des Wiltzer Schlosses bewundern. Unter seiner Herrschaft wurde am 23. Mai 1631 der Grundstein des heutigen Schlosses gelegt, das aber erst in den Jahren 1720-1727 unter Charles Ferdinand de Custine de Wiltz und seiner Gemahlin Marie Françoise Xavière d'Arnoult abgeschlossen wurde.
Graf Johann starb 1648 kinderlos, die Grafschaft und den Titel erbte seine Nichte Marie-Marguerite, die am 4. März 1656 den Grafen Christophe de Custine Baron von Auflance heiratete. Das neue Wappen ist geviertelt, im 1. und 4. Feld Gold und Rot (Wiltz), das 2. und 3. schwarz mit silbernen Lilien (Lombut), in der Mitte ein Silberfeld mit einem schwarzen Querstreifen, umgeben von zwei schmalen Streifen (Custine). Der letzte Wiltzer Graf, Théodore François de Paule de Custine de Wiltz, verließ Wiltz 1793, auf der Flucht vor den französischen Revolutionstruppen und starb am 26. Oktober 1799 in Bamberg.